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Wolfsburg
11:56 30.09.2021
Helfer in Aktion: Mitglieder des Sportvereins verkleiden nach den Dämmungsarbeiten die Giebelwand (von links: Christian Wrede, Hans-Hagen Koch, Daniel Buchmann, Hermann Wrede, Malte Dürheide). Foto: Joachim Dürheide

Es war und ist eine große Aufgabe, der sich der SV Barwedel stellt: Viele fleißige Helfer bauen derzeit mit viel Engagement das Dach des Sportheims aus, um es für den fast 200 Mitglieder starken Verein sowie bei freien Kapazitäten auch für andere Gruppen nutzbar zu machen. „Ohne Fleiß kein Preis“, schmunzelt der Vorsitzende Carl-Gerhard Helmke. „Diese Tatsache war uns durchaus bewusst.“ Aber daran, dass der Sportverein diese Herausforderung meistern wird, habe eigentlich nie jemand gezweifelt.

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Durch die stetig steigenden Vereinsaktivitäten vor allem im Fußballbereich sowie auch durch die Neugründung der Sparten Darts und Freizeitsport wurde die Raumnot im Sportheim immer größer. „Ständig kam es zu Doppelbelegungen und räumlichen Engpässen“, berichtet Helmke. Der Frust wuchs, es musste also zeitnah etwas passieren. Und nun kam dem SV Barwedel die Weitsicht des Vorstandes aus dem Jahre 2003 zugute: Seinerzeit wurde das Sportheimdach erneuert, aus dem Flach- wurde ein Satteldach. Und schon damals, vor fast 20 Jahren, dachten die Verantwortlichen daran, in die Statik einen späteren Dachbodenausbau mit einzubeziehen. Damit lag die Lösung des Platzproblems auch schon auf der Hand – der Dachboden sollte ausgebaut werden.

Der SV-Vorstand informierte seine Mitglieder in sämtlichen Sparten sowie auch die Gemeindeverwaltung über die ersten Pläne. Der Ausbau wurde seinerzeit mit rund 100.000 Euro veranschlagt, dafür bekäme der Sportverein 103 Quadratmeter zusätzlichen Platz unter dem Dach. Das überzeugte alle Beteiligten und auch den Gemeinderat, der schnell eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 42.000 Euro zusagte. Nachdem im Juni 2020 auch die Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit (110 von 130 abgegebenen Stimmen) für den Ausbau des Dachbodens des Sportheims gestimmt hatte, konnten die Planungen konkretisiert und nach und nach auch die Vorarbeiten erledigt werden.

Zum Baubeginn am 7. Mai 2021 gab es sogar einen symbolischen Spatenstich – „bei einem Dachbodenausbau eigentlich eher unüblich“, weiß auch Hermann Wrede, zweiter Vorsitzender des Vereins und zugleich Sprecher des Bauausschusses. „Wir haben ihn dort gesetzt, wo die Außentreppe ihr Fundament erhält“, erklärt er. Das neue Dachgeschoss, das aus einem großen Funktionsraum sowie einer Umkleide inklusive Dusche und WC bestehen wird, wird nämlich von außen zugänglich sein. „Damit erreichen wir sowohl im oberen als auch im unteren Bereich die optimale Platzausnutzung“, fügt er hinzu.

Inzwischen war auch der Finanzierungsplan konkreter geworden: Gute 114.000 Euro soll der Umbau kosten. Neben den 42.000 Euro von der Gemeinde hatte der SV Barwedel Mitte April eine gute Nachricht vom Landessportbund erhalten: Die dort beantragte Fördersumme von 34.297 Euro wurde bewilligt, auch eine Zuwendung von der Sportstättenförderung des Landkreises Gifhorn in Höhe von 6.660 Euro sowie 6.000 Euro von der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg helfen bei der Finanzierung, ebenso wie Spenden aus den Reihen der Vereinsförderer in Höhe von (bisher) 9000 Euro.

„Alle Arbeiten, die wir selber erledigen können, erledigen wir auch selber“, sind Helmke und Wrede stolz auf die vielen helfenden Hände, die stets auf der Baustelle am Werk sind. Auch Samtgemeindebürgermeisterin Anja Meier und Bürgermeister Siegfried Schink heben die Leistung der Vereinsmitglieder hervor: „Es ist nicht selbstverständlich, dass solch ein großes Projekt mit einem so großen Anteil an selbst auszuführenden Arbeiten so reibungslos umgesetzt wird“, finden sie. „Hier wurden einfach die Ärmel hochgekrempelt, und es ging los. Und der Verein schafft es ohne Probleme, genug Helfer zu mobilisieren – selbst in Corona-Zeiten“, loben sie. Bis auf das Einsetzen der Fenster, der Außentür und der Treppe konnten bisher alle Arbeiten in Eigenleistung verrichtet werden. Gerade der Trockenausbau mit dem Aufstellen, Isolieren und Anbringen der Innenwände und Decken mit Gipskartonplatten konnte dank tatkräftiger Mithilfe der Sportler zügig umgesetzt werden, so dass Mitte Juli bereits die Außentreppe montiert werden konnte. „Diese Aktion markierte in etwa die Halbzeit des Projekts“, so Wrede.

Im November soll der Dachausbau abgeschlossen sein, bis dahin gilt es noch kleinere Arbeiten zu erledigen, wie das Einsetzen der Fensterbänke, den Einbau von Schaltern und Steckdosen oder das Spachteln und Streichen der Wände. „Doch auch einige größere und zeitaufwendige Posten stehen noch auf unserer To-do-Liste“, fügt Wrede hinzu. Dazu gehört der Einbau der Sanitäranlagen, die Verlegung des Fußbodens sowie die Erneuerung der Heizungsanlage. „Das schaffen wir auch noch“, sind sich natürlich alle sicher. Und dann steht einer würdigen Einweihungsparty (hoffentlich) nichts mehr im Wege ... bol
  

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