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Home Sonderthemen Neues aus Gifhorn und Umgebung Von der Muse geküsst
10:04 13.06.2019
Fotos: Nicola Paschinski

Stammgäste und Liebhaber wissen einfach um den besonderen Reiz der kleinen, aber feinen Veranstaltungen. Als das neue Veranstaltungsformat vor gut fünf Jahren in der Schmiede des Triangeler Gutshofs auf Initiative von Bürgermeister Volker Arms aus der Taufe gehoben wurde, ahnte wohl niemand der Gründungsmitglieder, dass die Sassenburger offensichtlich nur darauf gewartet haben, dass die Kulturwüste Sassenburg eigentlich beackert würde.
  

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Ganz am Anfang mussten die Macher zwar erst einmal um Zuschauer kämpfen, aber der Buschfunk funktionierte. Schnell sprach sich rum, dass das Sommernachtsküsschen auf dem Gutshof eine zauberhafte Sommerveranstaltung ist, dass man am Stüder Bernsteinsee echte Jazzclub-Atmosphäre erleben kann oder dass das Künstlerkarussell eine Veranstaltung mit Alleinstellungsmerkmal ist. „Qualität statt Masse“ ist die Prämisse der Kulturschmiede. Deshalb trifft sich das 15-köpfige Arbeitsteam einmal monatlich zwecks Austausch und Organisation, Ideenfindung und Künstler-Akquise.


„Wir möchten das historische Gebäude wieder mit Leben erfüllen“


Und der Erfolg zeigt, dass die Kulturschmiede den richtigen Weg eingeschlagen hat. „Wir werden zunehmend wahrgenommen, die Künstler kommen mittlerweile auf uns zu und die Zuschauerzahlen entwickeln sich stetig nach oben“, erklärt Vereinsvorsitzender Günter Bischof. Außerdem habe man mit Wolfgang Appel nicht nur einen versierten Ton- und Lichttechniker im Boot, der die Veranstaltungen professionell unterstützt, sondern mit der Sparkasse, der Wittinger Brauerei und weiteren Sponsoren auch Partner an der Seite, die dem Verein finanziell unter die Arme greifen.
  

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Nach fünf Jahren ohne feste Bleibe hat die Kulturschmiede auch endlich eine Heimat gefunden: Der Verein wird innerhalb der nächsten zwei Jahre in die denkmalgeschützte Findorff-Schule in Neudorf-Platendorf einziehen. Das Erdgeschoss soll im Rahmen des Förderprogramms für kleinere Städte und Gemeinden zu einem Kulturzentrum umgebaut werden. Auch ein Raum mit mehr als 100 Plätzen soll geschaffen werden. „Wir möchten das historische Gebäude wieder mit Leben erfüllen“, so Bischoff. Zudem will die Truppe hier ihr Büro einrichten, ihre monatlichen Teamsitzungen abhalten und den Standort als zentrale Stelle für den Ticketverkauf nutzen.
  

Derzeit stecken die Mitglieder des Arbeitsteams mitten in den Planungen für das Kulturjahr 2020. Das neue Programm soll nämlich pünktlich am 1. November zur Hobby- und Kunstausstellung in der Sassenburg veröffentlicht werden. Fest steht, dass erstmalig ein Zauberkünstler auftreten wird. „Pariser Flair“ wird mit dem Auftritt der Chansonnière Marie Giroux in der Sportstätte Triangel Einzug halten und auch das Künstlerkarussell wird sich 2020 wieder drehen.

Die Teammitglieder sprühen nur so vor Ideen: Günter Bischoff wünscht sich eine Open-Air-Veranstaltung am Bernsteinsee und möchte eine eigene Theatergruppe gründen. Teammitglied Friederike Wolff von der Sahl wünscht sich zudem eine „Talentschmiede“, in der lokale Künstler und solche, die es werden wollen, eine Bühne finden. Und natürlich ist die Kulturschmiede immer offen für neuen Input. Wer Lust hat mitzumischen kann mit dem Team der Kulturschmiede unter www.kulturschmiede-sassenburg.de Kontakt aufnehmen. (nip)
  

28. Juni, 19 Uhr
Sommernachtsküsschen mit dem Rügener Entertainer Marcus

14. September, 19 Uhr
Jazz-Club am Bernsteinsee mit der Red Onion Jazz Company

8. November, 19 Uhr
Kammermusikschätze aus fünf Jahrhunderten mit „Quintessenz“

29. November, 19 Uhr
Der „Besondere Tag“ findet erstmalig in Grußendorf statt. In der Kapelle tritt das Holzblasensemble Windspiel unter der Leitung von Heike Schineller auf. Zudem gibt es eine Lesung mit Eckhard Dux und Werner Kieselbach.

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