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Home Sonderthemen Haus&Garten Vor dem Urlaub auf Nummer sicher gehen
08:47 01.04.2019
Ein paar Vorkehrungen machen das Zuhause während des Urlaubs ein Stück weit sicherer. Foto: djd/BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland dürfte 2018 zum dritten Mal in Folge gesunken sein. Ein Grund für den Rückgang könnte nach Ansicht des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die bessere Ausstattung der Haushalte mit Sicherheitstechnik sein, viele Bürger nahmen dafür die staatliche Förderung durch die KfW in Anspruch, heißt es weiter. Einbruchschutzmaßnahmen wie etwa Alarmanlagen werden schon ab Kosten von 500 Euro gefördert, mehr Informationen dazu gibt es beispielsweise unter www.sicheres-zuhause.info.

„Inzwischen werden 45 Prozent aller Einbruchsversuche durch vorhandene Sicherheitstechnik verhindert, diese Investition lohnt sich also nachweislich“, betont auch Dr. Urban Brauer, Geschäftsführer des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. Da Einbrecher gerne die Ferienzeit nutzen, um leerstehende Häuser aufzusuchen, sollte man sich noch rechtzeitig etwa mit einer fachmännisch installierten Alarmanlage gegen unerwünschte Eindringlinge schützen. „Die wenigsten Einbrecher sind Profis, sie werden von einer Alarmanlage meist aufgehalten und abgeschreckt“, so Brauer.

Alarmmeldung löst situationsbezogene Maßnahmen aus

Einbruchhemmende Fenster und Türen sind ein Basisschutz, der Tätern den Einstieg ins Haus erschwert. Es erfolgt aber keine Meldung des Einbruchs oder Einbruchsversuchs. Eine moderne Alarmanlage dagegen überträgt automatisch eine Alarmmeldung an eine rund um die Uhr besetzte Notruf- und Serviceleitstelle. „Im Fall der Fälle können dann sofort sachgemäß und situationsbezogen Maßnahmen ergriffen werden. Im Idealfall wird der Täter noch vor Ort angetroffen und festgenommen“, so Brauer. Umfassende Hinweise auf Gefahrenquellen und Tipps rund um den Einbruchschutz gibt es ebenfalls unter www.sicheres-zuhause.info.

Die neutrale Informationsplattform zeigt, wie man Haus und Wohnung effektiv sichern kann und was im Schadensfall zu tun ist. Sie stellt eine Checkliste zur „Urlaubsvorsorge“ zur Verfügung und legt dar, woran Täter erkennen, dass die Bewohner im Urlaub sind.

Einbau durch Fachbetrieb statt Billigware

Die Beratung, Planung und Installation einer Alarmanlage sollte stets durch eine qualifizierte Fachfirma erfolgen. Auf Billigangebote im Baumarkt oder Discounter sollte man verzichten, denn Sicherungstechniken sind nicht zum Selbsteinbau geeignet.

„Eine Alarmanlage muss sicherheitstechnische Normen erfüllen, um fehlerfrei zu funktionieren“, erklärt Urban Brauer. Fachfirmen erstellen ein unverbindliches Angebot: In der Mitglieder-Datenbank auf der Informationsplattform findet man nach Klick auf das PLZ-Gebiet einen Sicherheitsexperten in der Nähe. djd

(djd). Der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik hat Tipps zusammengestellt, wie man sein Zuhause während des Urlaubs bestmöglich vor Einbrechern schützen kann:
– bei E-Mails keine automatische Abwesenheitsnachricht einstellen
– Nachbarn bitten, gelegentlich auf das Anwesen zu achten
– Post deponieren oder Briefkasten von Verwandten oder Bekannten leeren lassen
– Zeitungsabonnements unterbrechen
– Fenster und Türen fest verriegeln
– Leitern und Kletterhilfen wegschließen
– vorhandene Alarmanlage „scharf“ stellen

Mehr Informationen gibt es unter www.sicheres-zuhause.info.

Einbruchschutz und Smart Home

Die vernetzte Welt birgt Risiken. Die Initiative „Nicht bei mir!“ fordert deshalb zur Wachsamkeit auf: Qualitative und datenschutzrechtliche Standards müssen vor allem beim Einbruchschutz im Vordergrund stehen! Foto: Lisa Michèle Lietz_pixelio
Die vernetzte Welt birgt Risiken. Die Initiative „Nicht bei mir!“ fordert deshalb zur Wachsamkeit auf: Qualitative und datenschutzrechtliche Standards müssen vor allem beim Einbruchschutz im Vordergrund stehen! Foto: Lisa Michèle Lietz_pixelio

Im Smart Home lassen sich alle Geräte vernetzen, die internetfähig sind: Auch Sicherheitstechnik. Smartphones oder Tablet-PCs erleichtern bereits vielfach unseren Alltag. Im Zusammenspiel mit Sicherheitstechnik lassen sie sich auch zum Schutz von Häusern und Wohnungen gegen Einbrecher nutzen. Als Teil eines Smart Home Konzeptes bieten sie neue Bedienmöglichkeiten, zum Beispiel von Alarmanlagen. Laut einer aktuellen Studie der Beratungsfirma Deloitte nutzen schon ca. 17 Prozent der Deutschen Smart Home Produkte. Unter den 35- bis 44-Jährigen sind es sogar 23 Prozent, fast jeder Vierte.

Im Smart Home – der intelligenten, vernetzten Wohnung der Zukunft – lassen sich alle Geräte vernetzen, die internetfähig sind: Küchengeräte, Unterhaltungselektronik, Heizung, Fenster, Türen und Überwachungsanlagen.

Durch die Verknüpfung mit dem Internet kann man auch von unterwegs verschiedene Funktionen steuern und sich vergewissern, ob zuhause alles in Ordnung ist. Alle wichtigen Statusinformationen der Alarmanlage werden angezeigt. Man erkennt so in Echtzeit, an welcher Stelle zum Beispiel ein Einbruch-, Wasser- oder Rauchalarm ausgelöst wurde. Findet ein nicht genehmigtes Eindringen in die Wohnung statt, kann das System dies jederzeit auf das Smartphone melden und optional an einen Sicherheitsdienst weiterleiten.

Spezielle Apps erlauben außerdem eine Fernsteuerung und Fernüberwachung der Alarm- und Haustechnik. Ob Haustür und Fenster geschlossen oder Rollläden heruntergelassen sind, kann so überprüft werden. Jederzeit und von jedem Ort aus können Änderungen vorgenommen und „Befehle“ erteilt werden: Die Alarmanlage aktivieren, Licht an- und ausschalten, Rollläden nachträglich schließen usw.

Smart Home Produkte zum Selbsteinbauen, zum Beispiel aus dem Einzelhandel oder von Drittanbietern, gewähren keinen verlässlichen Schutz. Das Risiko der Fehlinstallation oder der Manipulation von außen ist hoch. Werden datenschutzrechtliche Standards nicht eingehalten, besteht die Gefahr, dass Kriminelle dies ausnutzen. So könnten zum Beispiel bei der Nutzung des Smart Homes in einem ungesicherten WLAN Hacker die Daten auslesen oder sogar die Haustechnik übernehmen. Wirksamen Rundum-Schutz können ausschließlich qualitativ hochwertige Systeme gewährleisten, die den einschlägigen Sicherheitsnormen und -richtlinien entsprechen und von Fachleuten eingebaut werden.

Jedes Haus und jede Wohnung bedarf einer individuellen, digitalen Sicherheitslösung, zu der Experten beraten können. Ob bei Umrüstung oder Neubau: Setzen Sie auf professionelle Sicherheit, kontaktieren Sie Fachleute online über die Website www.nicht-bei-mir.de. Ausführliche Informationen und Grafiken zum Thema Smart Home finden Sie auf dem angehängten Faktenpapier der Initiative „Nicht bei mir!“

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