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Home Sonderthemen Sonstiges Wärmetauscher inklusive
07:40 10.12.2018
Foto: Oleksandr Lytvynenko/123RF, Denisnata/123RF

Gänse können sich im Winter risikofrei auf eisigem Untergrund trollen und auch an Ort und Stelle verweilen. Würde sich aber ein Mensch barfuß auf einen gefrorenen See stellen, könnte er sich in kurzer Zeit nicht mehr von der Stelle rühren. Wie machen die Vögel das also, was unterscheidet einen Gänsefuß vom Menschenfuß?

Von den Füßen direkt zurück ins Herz

Den Trick, den die Gänse nutzen, kennen auch wir Menschen. In modernen Häusern sorgen sogenannte Wärmetauscher für Energieersparnis.


„Gänse, haben immer kalte Füße. Das spart einerseits Energie, die sonst von den Füßen an die Umgebung abgegeben würde …“


Dabei nutzt man die Restwärme von Abluft und Abwasser in Gebäuden, um frisches Wasser oder Luft vorzuwärmen. Gänse, Enten & Co. haben in ihren Beinen „eingebaute“ Wärmetauscher. Das kalte Blut von den Füßen fließt in den Venen zurück zum Herzen.

Die Venen laufen dabei parallel und eng verflochten mit den Arterien, die warmes, sauerstoffreiches Blut vom Herzen bringen. Im Gegenstromprinzip kühlt so das venöse Blut das arterielle vor beziehungsweise wärmen die Arterien das zurückströmende Blut in den Venen an.

Füße bringen Eis nicht zum Schmelzen

Somit haben die Gänse immer kalte Füße. Das spart einerseits Energie, die sonst von den Füßen an die Umgebung abgegeben würde. Andererseits sorgt es dafür, dass Gänse, Enten und Schwäne auf Eisflächen nicht festfrieren können. Dazu wäre es nämlich nötig, dass deren Füße das Eis erwärmen und zum Schmelzen bringen würden, wie das ein Menschenfuß tut.

Enten, Gänse & Co. können es sich auf dem Eis „gemütlich“ machen, ohne zu frieren.
Enten, Gänse & Co. können es sich auf dem Eis „gemütlich“ machen, ohne zu frieren.

Dieses angetaute Eis könnte in der kalten Umgebung schnell wieder abkühlen und die Gans dabei festfrieren. Die Natur hat hier wieder einmal eine beeindruckende Entwicklung erreicht.

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