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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Wechselduschen ist gesund
00:00 13.11.2018
Wechselduschen bringen das Herz-Kreislauf-System in Schwung. © Lenetstan/123RF

Wechselduschen ist gesund und kann Spaß machen – wenn man sich überwindet und vom kalten Nass nicht abschrecken lässt. Das Prinzip ist laut Internetportal kneipp.com das gleiche wie bei den traditionellen Kneipp-Anwendungen: Kalt-warme Reize des Wassers verengen und weiten die Blutgefäße, was indirekt positiv auf Immunsystem, Stoff wechsel, Kreislauf, Wärmeregulierung, das Herz und unsere Laune wirkt. Es empfiehlt sich also, vor allem Wechselduschen bei Bluthochdruck zu machen.

Erfrischung im Giesskannenprinzip

Der Unterschied zwischen der Wechseldusche und klassischen Kneipp-Güssen liegt darin, dass die Kneipp-Güsse stets mit einem Wasserstrahl durchgeführt werden und der dabei entstehende Wasserfilm auf der Haut genutzt wird. Bei der Dusche kommt das Wasser dagegen im Gießkannenprinzip in vereinzelten Strahlen auf die Haut.

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Es gibt viele gute Gründe, eine regelmäßige Wechseldusche in den Alltag zu integrieren. Die Anwendung nimmt nur wenige Minuten in Anspruch, ist einfach durchzuführen und wirkt sich erheblich auf die Gesundheit aus:

- Steigerung der Herz-Kreislauf-Aktivität
- Steigerung des Immunsystems
- Stärkung des Körpers gegenüber Witterungsbedingungen
- Verbesserung der Haut
- beschleunigtes Abheilen von Verletzungen
- Steigerung der Muskelregeneration
- spürbare Steigerung der Vitalität

Bei Fieber sollte man übrigens gar nicht duschen, auch keine Wechseldusche. Dann ist es zu spät, sein Immunsystem zu stärken, das funktioniert nur vorbeugend. Bei einer Erkältung ohne Infekt kommt es auf den jeweiligen Typ an: Ist jemand ein erprobter Wechselduscher, kann er es vorsichtig ausprobieren, ansonsten eher mit einer angenehmen Wassertemperatur duschen.

© Dmitrii Kotin/123RF, Korinoxe/123RF
© Dmitrii Kotin/123RF, Korinoxe/123RF

Wechselduschen beginnt mit der angenehm warmen bis heißen Dusche. Dann kommt der Teil, bei dem wir unseren inneren Schweinehund überwinden müssen. Das Wasser nun auf kühl bis kalt stellen, am besten auf Strahl umstellen, und mit den Füßen beginnen: Am rechten Fuß außen anfangen (die am weitesten entfernte Stelle vom Herz) und dann rechts außen bis zur Hüfte abduschen. Danach von dort auf die Innenseite des Oberschenkels wechseln und wieder zurück zum Fuß strahlen und am linken Fuß entsprechend genauso durchführen.

Wenn wir dann so richtig munter werden, kommen unsere Arme dran: Am rechten Handrücken beginnen und bis zur Schulter strahlen und an der Achsel am Innenarm entlang wieder bis zur Handfläche kühlen. Linke Seite folgt entsprechend. Was das Duscherlebnis unterstützt ist Ächzen, Stöhnen und lautes Singen (kein Scherz) – damit fühlen wir uns dann auch bereit für die zweite Runde. Denn in der Regel machen wir die Wechseldusche zweimal. Die Wechseldusche endet mit kaltem Wasser, also: warm/kalt, warm/kalt. Wichtig: Danach für schnelle Wiedererwärmung sorgen.

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