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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Wie gut kann Zahnpasta ohne Fluorid sein?
12:00 09.03.2018
Zahnpasta ohne Fluor konnte in Sachen Kariesprophylaxe nicht überzeugen. FOTO: PIXABAY
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Von Mario Moers   

Mit oder ohne Fluorid – diese Frage stellen sich Zahnpasta-Kunden seit einigen Wochen. Grund dafür ist die Werbekampagne für eine neuartige Zahncreme – die den fluoridhaltigen Konkurrenzprodukten unter anderem vorwirft, Giftstoffe im menschlichen Körper abzulagern oder gar das Gehirn zu schädigen.

Zahnärzte dagegen sind seit Langem überzeugt, dass fluoridhaltige Zahnpasta die beste Vorsorge gegen Karies darstellt. Fluoride, die neben der Zahnpasta auch Salzen beigemengt werden und in Lebensmitteln wie schwarzem Tee vorhanden sind, unterstützen die Regeneration angegriffener Zähne und bilden eine Art Schutzfilm gegen Säure und Bakterien. „Seit 1874 wird die Zufuhr von Fluorid bereits als richtiger Weg zur Kariesverhütung empfohlen“, heißt es vonseiten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Die Mundgesundheitsstudie der Bundeszahnärztekammer aus dem Jahr 2016 stützt diese These: Mehr als 80 Prozent aller zwölfjährigen Deutschen haben kein Karies.


Der Erfolg und die Bemühungen der präventiven Zahnmedizin werden konterkariert.

Kai Fortelka, Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung


Im Vergleich zu Untersuchungen früherer Jahrzehnte sind die Zahlen deutlich gesunken. Neben Putzkampagnen und einer engmaschigen Prävention ist die Beigabe von Fluorid zu Kinderzahnpasta mittlerweile daher Standard. Die Werbung fluoridloser Zahnpasta-Alternativen dagegen spricht eine andere Sprache. Eine neue Marke des Arznei- und Kosmetikherstellers Dr. Wolff etwa soll nach Unternehmensangaben eine Alternative zum Fluorid enthalten. Das ebenfalls natürlich im Zahnschmelz vorkommende Hydroxylapatit soll Karies verhindern, weil es laut Hersteller sich wie ein Schutzschild um den Zahnschmelz legt.

Die KZBV hat die Werbung nach eigenen Angaben mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Sie stelle den Erfolg erprobter Mittel gegen Karies infrage und konterkariere die Bemühungen der präventionsorientierten Zahnmedizin, sagt Sprecher Kai Fortelka.


GESUND GENIESSEN

Zugabe für einen Klassiker

Eier in Senfsoße sind ein guter Bekannter: Jetzt bekommen sie Begleitung von Gemüse

FOTO: HUBERTUS SCHÜLER
FOTO: HUBERTUS SCHÜLER

Eier in Senfsoße sind ein Klassiker der deutschen Küche. Mit jeder Menge frischem Gemüse ist das Rezept gleich um einiges vollwertiger. Staudensellerie enthält Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Phosphor. Nicht erwiesen ist die aphrodisierende Wirkung, die dem Gemüse nachgesagt wird.

So geht’s

Für das Gemüse Karotten und Selleriestangen mit einem Sparschäler in dünne, lange Streifen schneiden. Leicht gesalzenes Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und eine Schüssel mit Eiswasser bereithalten. Die Gemüsestreifen im kochenden Salzwasser eine Minute blanchieren. Dann in ein Sieb abgießen und zwei Minuten ins Eiswasser geben. Wieder abgießen und gut abtropfen lassen. Für die Soße die Sahne mit Senf und etwas Salz und Pfeffer in einen Topf geben und aufkochen – fertig! Vom Herd nehmen. Für die Eier Wasser in einen flachen, breiten Topf füllen, den Essig zugießen und zum Kochen bringen. Auf niedrige Hitze stellen und die Eier einzeln in Schälchen oder Tassen aufschlagen. Durch Rühren einen leichten Wirbel im kochenden Wasser erzeugen, die Eier nacheinander hineingeben und drei bis vier Minuten ziehen lassen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller abtropfen lassen. Parallel zur Eiergarzeit das Olivenöl in eine kalte Pfanne geben und auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Gemüsestreifen zugeben, mit zwei Gabeln vermengen und ein bis zwei Minuten garen, dabei wenden. Die Gemüsenudeln auf zwei Teller verteilen und die pochierten Eier darauf anrichten. Das Gericht mit der Senfsoße beträufeln, die Paprikawürfel darüberstreuen und mit Kräutern servieren.

Das wird gebraucht

Für 2 Personen
Für das Gemüse
150 g Karotten, geputzt, 250 g Staudensellerie (am besten äußere dicke Stangen), geputzt, Meersalz, 2 EL Olivenöl zum Braten, 60 g rote Paprikaschote, Haut mit einem Sparschäler dünn geschält, Fruchtfleisch fein gewürfelt, frische Kräuter nach Wahl zum Garnieren
Für die Soße
125 g Sahne oder Crème fraîche, 1 EL Honigsenf, Meersalz, frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
Für die Eier
1 EL Essig, 4 Eier (Größe L)

Das Rezept stammt aus dem Buch „Schlank! und gesund mit der Doc Fleck Methode“ von Anne Fleck. Die Autorin ist Ärztin und Ernährungsexpertin. Ihr Buch ist bei Becker Joest Volk erschienen und kostet 29,95 Euro.


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