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Home Sonderthemen Sport/Vereinsleben Wie? Wo? Was? Warum?
09:07 14.08.2019

So langsam“, sagt Thomas Franke, „sind wir an der Grenze“. Immer wieder ist das Gelände, das zur Volkswagen-Arena gehört, in den letzten Jahren gewachsen, aus Brachflächen und Kleingärten wurden Trainingsplätze und Multifunktionsgebäude. Franke ist „Leiter Infrastruktur und Organisation“ beim VfL Wolfsburg und gehört seit 2002 zum Verein – exakt so lange, wie es die Arena gibt. Der 44-Jährige hat miterlebt, wie sich der VfL zwischen Berliner Brücke und Allersee, zwischen Mittellandkanal und Schloss nett eingerichtet hat.

Als die Arena im Dezember 2002 eröffnet wurde, gab es neben dem Stadionbau „nur“ Parkplätze und den Trainingsplatz vor dem Haupteingang, drumherum wurde die Landesgartenschau 2004 vorbereitet. Alles andere – vom Fanhaus bis zum VfL-Center – kam später dazu. Am Anfang gab es eine Geschäftsstelle mit knapp 20 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, heute sind es rund 200 Männer und Frauen in mehreren Geschäftsstellen, die als Teil der VfL-Verwaltung den Betrieb der VfL-GmbH organisieren.

In der Arena selbst hat sich seit 2002 auch einiges getan, unter anderem sind 2009 die beiden LED-Videowände mit einer Größe von jeweils 53 Quadratmetern dazu gekommen, seit 2011 werden die TV-Bilder nicht mehr von der Gegengeraden, sondern von der Haupttribüne aus aufgenommen, im selben Jahr wurde der Hybridrasen verlegt – Wolfsburg war der erste Bundesliga-Standort mit dieser Mischung aus Naturrasen und Kunsthalmen. Seit 2012 gibt es in der Gegengeraden die Veranstaltungsräume Club45 und Halle09. Und seit Januar 2017 ist die VW-Arena das erste Bundesliga-Stadion mit einer LED-Flutlichtanlage.

Verbesserungen und Umbauten sind weiter möglich, eine Ausdehnung des Geländes eher nicht. „Aber dazu“, so Franke, „gibt es ja aktuell auch keinen Grund – wir sind mit dem Stand der Dinge sehr zufrieden.“ (apa)



FAN-HAUS
2009 zur Meisterschaft errichtet, ist das Gebäude zwischen Arena und AOK-Stadion der zentrale Fan-Anlaufpunkt. Unten ist der Fanshop untergebracht, darüber befinden sich das Service-Center und Büros – unter anderem die der Fanbeauftragten –, ganz oben ist der Fansaal, in dem unter anderem VfL-Auswärtsspiele auf Leinwand übertragen werden. Der Versand von Fanartikeln erfolgt derweil nicht aus diesem Gebäude heraus, dafür hat der VfL ein eigenes Logistikzentrum im 18 Kilometer entfernten Oebisfelde.

A-PLATZ
Der älteste Trainingsplatz auf dem Gelände ist eineinhalb Fußballfelder groß und wurde zusammen mit der VW-Arena 2002 gebaut. Er war zunächst die einzige Übungsfläche für die Profis, was allerdings schon ein Riesenfortschritt zu den beengten Verhältnissen am Elsterweg war. Dort hatte den Bundesliga-Fußballern an vielen Tagen nicht einmal ein ganzer Platz zur Verfügung gestanden. Mittlerweile trainiert die Profi-Mannschaft hier nur noch extrem selten, das von der Berliner Brücke sehr gut einsehbare Feld wurde von Trainern immer wieder als zu ungeschützt empfunden. Nur im Winter sind die Profis etwas häufiger hier – denn nur dieser Trainingsplatz und der (beliebtere) D-Platz verfügen über eine Rasenheizung. Häufigster Nutzer des A-Platzes ist mittlerweile die VfL-Fußballschule, die Training für Nachwuchskicker anbietet.

AOK-STADION
Errichtet 2015, Heimspiel-Stätte der VfL-Frauen, der U23 und der U19, für Freundschaftsspiele machen hier auch mal die Wolfsburger Bundesliga-Profis Station. Durch Klappsitze (die es auf der gesamten Osttribüne gibt) schwankt die Kapazität zwischen 5200 und 4500 Plätzen. Neben dem Eingang geht‘s in die Fußball-Welt des VfL, einem interaktiven Erlebnisbereich mit Ausstellung.

PARKPLATZ P2
Nur an Spieltagen ist diese Fläche über die Feuerwehrzufahrt links zu erreichen, hier parken Medienvertreter, VIPs und Angestellte. Unter der Woche erfolgt die Zufahrt über P1.


D-Platz
Auf Wunsch von Manager Allofs und Trainer Hecking 2015 neben dem AOK-Stadion errichtet, um eine Möglichkeit für Geheimtraining zu bieten – und um auf genau der Hybridrasen-Sorte (Kunst- und Naturfaser) zu trainieren, die es auch in der Arena gibt. Der Platz verfügt über eine Rasenheizung und ist erster Ausweichplatz für die Profis, wenn B- und C-Platz im Winter nicht bespielbar sind.

ZUFAHRT MARATHONTOR NW
Mit Ausnahme der Saison 2017/18 war das immer die Einfahrt für den Gästebus an Spieltagen, nur eine Spielzeit lang nutzte sie der VfL-Bus, der mittlerweile wieder über das Marathontor rechts einfährt. Auch auf der Gegengerade-Seite gibt es zwei Marathontore, beide werden an Spieltagen als Einfahrt für Rollstuhlfahrer genutzt, das Marathontor hinten links ist zudem die Feuerwehrzufahrt bei Notfällen im Innenraum.

B- und C-PLATZ
Seit 2009 fertig, keine Rasenheizung. Der B-Platz (direkt an der Straße) hat das Normmaß für Spielfelder in Stadien (105 x 68 Meter), dem C-Platz daneben fehlen dafür nur wenige Zentimeter. Links auf dem Haupttrainingsplatz der Profis befinden sich eine Fläche fürs Torwarttraining und ein „Soden-Garten“, in dem Rasen gezüchtet wird, mit dem fehlerhafte Stellen auf diesem und anderen Plätzen ausgebessert werden.

EHEMALIGE KABINE
Hier geht‘s zur Spielerkabine – theoretisch. Denn seit die Profis am Center trainieren, wird diese Tür kaum noch benutzt, die mittlerweile dahinter liegende Kapelle ist über den Haupteingang zu erreichen. Die VfL-Profis nutzen diese Kabine nur bei ihren Heimspielen – was einen großen Vorteil hat: Unter der Woche kann auf den Arena-Führungen auch dieser Kabinenbereich gezeigt werden, ohne Spieler zu stören.

VFL-CENTER
Seit 2014 das „Hauptquartier“ der Profis, die hier Trainingskabinen sowie Fitness-, Medizin- und Aufenthaltsräume haben und unter der Woche hinter dem Gebäude parken. Auch Geschäftsführung und Medienabteilung haben hier ihre Büros, Jörg Schmadtke und Co. sehen durchs Fenster den Platz. Links davon der „Magath-Hügel“, in dessen Innerem sich Platzwart-Umkleiden und Lagerräume befinden. Der Hügel wurde 2009 errichtet, das Center erst 2014 bezogen.

PARKPLATZ P1
Hier parken während der VfL-Heimspiele VIPs, unter der Woche ist es ein freier Parkplatz, der vor allem von Mitarbeitern der Autostadt genutzt wird. Früher mussten hier auch die Profis parken, die mit Nicht- VWs zum Training kamen – das müssten sie theoretisch heute immer noch, es gibt aber schon seit geraumer Zeit keinen Profi mehr, der mit einem „konzernfremden“ Auto zur Arbeit kommt.

BUS-PARKPLATZ
Die Straße „In den Allerwiesen“ (der der VfL seine Post-Anschrift verdankt) trennt diese Fläche vom eigentlichen Arena- Gelände. Hier parken bei Heimspielen vor allem die Busse mit den Gäste-Fans, auf der anderen Straßenseite steht der so genannte „TV-Compound“ mit den Übertragungswagen.

EINGANG GESCHÄFTSSTELLE
Nach Eröffnung der Arena war hier zunächst quasi der „Haupteingang“ der VfL-GmbH, hier ging es zu allen Büros. Dieser Trakt wurde nach und nach erweitert und ausgebaut, außerdem zogen weitere Geschäftsstellenmitarbeiter in Büros mit eigenen Eingängen – auf der Nord- und Nordwest-Seite der Arena, im Fan-Haus, im AOK-Stadion und im VfL-Center.

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