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Wolfsburg
14:57 01.03.2021
Foto: SPÖ Landtagsklub/pixelio.de

Trotz Lockdown und Corona-Pandemie: Die Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) lassen in ihrem Engagement für die duale Ausbildung nicht nach. Das zeigt eine Umfrage der IHK Niedersachsen unter 2.200 Ausbildungsbetrieben, 330 davon aus dem IHKLW-Bezirk. Drei Viertel der Befragten bilden trotz Corona im aktuell laufenden Ausbildungsjahr konstant weiter aus oder haben sogar mehr Azubis eingestellt. Für den Ausbildungsstart 2021/22 haben bereits 60 Prozent die Anzahl der Ausbildungsplätze geplant, in der Regel mit stabilen, teils auch mit expansiven Zahlen.

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Diese Verantwortungsbereitschaft wertet IHKLW-Präsident Andreas Kirschenmann als Stärke des regionalen Mittelstands: „Duale Ausbildung ist ein elementarer Baustein für die Zukunftsfähigkeit eines jeden Unternehmens. Damit der Fachkräftemangel nicht zu einem immer schwerwiegenderen Problem in der Zukunft und der Zeit nach Corona wird, appelliere ich an unsere Mitgliedunternehmen, wo immer es möglich ist, noch mehr Ausbildungsplätze bereit zu stellen. Es muss gelingen, die Azubis von heute als Fachkräfte von morgen in der Region zu halten. Dabei ist es besonders wichtig, ihnen auch digitale Kompetenzen zu vermitteln“, so Kirschenmann. Für die Branchen, die stark durch die Pandemie betroffen sind, sei finanzielle Unterstützung und eine möglichst klare Öffnungsperspektive vorrangig. „Hier sollten die Bundes- und Landesprämien für die Schaffung und Erhaltung von Ausbildungsplätzen fortgeschrieben werden“, fordert Kirschenmann.


Die Corona-Pandemie mit ihren vielfältigen wirtschaftlichen Folgen ist eine große Herausforderung für die duale Berufsausbildung, die aber nach wie vor von enormer Bedeutung für das Halten von Fachkräften in der Region ist.


Die Ergebnisse der Umfrage geben auch einen Einblick, wie die Unternehmen die digitalen Angebote ihrer dualen Partner, den Berufsschulen, einschätzen. Insgesamt geben 43 Prozent der Unternehmen an, dass der Berufsschulunterricht für ihre Auszubildenden zu mehr als 75 Prozent digital stattfindet. Sechs Prozent melden zurück, dass keinerlei digitale Angebote realisiert würden. „Die Unternehmen unserer Region beurteilen die digitalen Angebote an den Berufsschulen etwas unter dem niedersächsischen Durchschnitt“, fasst Kirschenmann zusammen. „Viele Betriebe wünschen sich einen intensiveren Austausch mit den Berufsschulen und eine Weiterentwicklung der digitalen Angebote.“

Auch im Bereich Berufsorientierung sind digitale Angebote elementar, „damit gerade auch in diesem weiteren Corona-Jahr möglichst viele der angebotenen Ausbildungsplätze besetzt werden können“, sagt Kirschenmann. „Wir wissen, dass es für die Betriebe angesichts geschlossener Schulen und fehlender Präsenzveranstaltungen noch schwieriger ist als sonst, qualifizierte Bewerber für ihre Ausbildungsplätze zu finden. Aus diesem Grund bieten wir zahlreiche digitale Projekte wie Online-Betriebsbesichtigungen, Live-Schaltungen von Karriere- und Ausbildungsbotschaftern in die Klassenzimmer oder auch Speeddatings an. Auch die digitale Ausbildungskampagne ‚Moin Future‘ unterstützt die Berufsorientierung und wirbt für eine Ausbildung in der Region und ich freue mich, wenn Unternehmen und Schulen die Angebote ausgiebig nutzen.“

Die Angebote zur digitalen Berufsorientierung der IHKLW sind zu finden unter www.ihk-lueneburg.de/berufsorientierung.

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