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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Auszeit: Neben Wellness-Reisen sind regelmäßige Verwöhnaktionen gefragt
10:41 12.03.2018
Steg am Jadebusen: Um an einem verlängerten Wochenende zu entspannen, fahren die Wolfsburger gerne an die Küste oder in den Harz. DPA
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Von Sylvia Telge 

WOLFSBURG. Kosmetikbehandlung, Fußpflege, Massage, aber auch Entspannungsangebote wie Yoga – das Thema Wellness ist für Wolfsburger wichtig. Nicht nur im ganz normalen Alltag, sondern auch als Kurz-Urlaub. Wellness-Reisen sind sehr beliebt.

Ein oder zwei Tage oder ein verlängertes Wochenende nehmen sich die Menschen für solch eine Auszeit. Fernziele sind deshalb nicht so gefragt, sondern eher Ziele in der näheren Umgebung, die in ein oder zwei Stunden zu erreichen sind. „Orte im Harz oder an der Küste sind bei unseren Kunden sehr beliebt“, sagt Thorsten Siems vom Reisebüro Derpart. Dort gibt es Hotels, die auf Wellness spezialisiert sind. Welche Behandlungen gern gebucht werden, sei ganz unterschiedlich: Gesichtsbehandlungen, Fußpflege, Massagen – die Auswahl ist groß. „Von der Pediküre bis zur Kosmetikbehandlung ist alles dabei“, so Siems. Wellness-Reisen sind vor allem ein Frauen-Ding: Freundinnen oder Mutter-Tochter machen es gern, Paare weniger.


"Unsere Angebote dienen der Gesundheitsbildung und der Prävention."

Marina Simanski, Volkshochschule


Viele Wolfsburger setzten aber nicht auf einmalige Verwöhnprogramme, sondern möchten Körper, Geist und Seele dauerhaft und regelmäßig etwas Gutes tun. Sehr beliebt dafür sind Yoga, autogenes Training und Achtsamkeitsübungen, Tai Chi, Qigong. Die Volkshochschule bietet solche Kurse reichlich an – auch an Wochenenden. Eines ist der Volkshochschule bei ihrem kompletten Programm wichtig: der Bildungsaspekt. „Unsere Angebote dienen der Gesundheitsbildung und Prävention“, unterstreicht erklärt Marina Simanski, die bei der VHS für den Gesundheitsbereich zuständig ist. Teilnehmer sollen etwas lernen.

Ziele in der Region sind beliebt: Thorsten Siems vom Reisebüro Derpart zeigt Wellness-Kataloge. BRITTA SCHULZE
Ziele in der Region sind beliebt: Thorsten Siems vom Reisebüro Derpart zeigt Wellness-Kataloge. BRITTA SCHULZE

Aktiv und gesund – das schreibt sich der Kneipp-Verein Fallersleben seit Jahrzehnte auf die Fahnen. Deshalb gibt es viele Kurse, die dafür sorgen dass der Körper fit bleibt. Yoga gehört seit rund fünf Jahrzehnten dazu. „Wir hatten Yoga schon im Angebot, als noch niemand darüber gesprochen hat“, erklärt Vorsitzende Kristine Hensel. Aber auch Meditation und Qigong sind sehr beliebt bei Kneippianern.


Eine weitere kalte Nacht und ein atemberaubender Ausblick an der portugiesisch-spanischen Grenze

Reisebericht vom Jakobsweg, Teil 7: Wegen ihrer geschundenen Füße reisen Michaela und Kristin per Bus nach Valenca

Blick auf Spanien: Michaela Gebauer vor der atemberaubenden Kulisse von Tui. PRIVAT
Blick auf Spanien: Michaela Gebauer vor der atemberaubenden Kulisse von Tui. PRIVAT

Von Michaela Gebauer 

Inzwischen ist es schon fast zum Weinen. Jeden Morgen das Gleiche: Aufstehen, vor Schmerzen das Gesicht verziehen und weiterwandern. Ich würde nicht sagen, dass wir diesen Weg an irgendeinem Tag bereut haben, es war aber teilweise eine wahnsinnige Qual, einfach weiterzugehen. Kristin und ich hatten beide diese furchtbaren Gedanken, teilten sie aber nicht dem anderen mit – wir wussten schließlich, dass es uns beiden ähnlich ging. Und diese Gewissheit linderte zumindest ein bisschen den Schmerz.

Kristin und ich bemerkten am nächsten Morgen in Ponte de Lima, dass wir noch weitere Tage Pause brauchten. Deshalb entschieden wir uns erneut dazu, mit dem Bus zu unserem nächsten Ziel zu fahren. Allerdings hatte Ponte de Lima keine guten Busverbindungen, weshalb wir gezwungen waren, von unserem Weg abzukommen und nach Viana do Castelo zu fahren. Von dort aus konnten wir dann zu unserer nächsten Etappe fahren: Valenca.

In Valenca gingen wir zügig zur Herberge und gönnten uns die nächste Auszeit. Besonders im Gedächtnis geblieben sind uns auf deutsch übersetzte Benimmregeln in der Herberge.

„Bitte die Websites sauber halten“

So sollten wir in der Küche die „Websites sauber halten“ oder nach dem Verlassen des Raumes „Bite turen schlieben“. Weniger amüsant war hingegen die Temperatur in der Herberge. Kristin und ich hatten die vergangenen Nächte trotz Schlafsack und Decken gefroren, weil es nirgends Heizungen gab. In Valenca war das anders. Dort entdeckten wir zum ersten Mal seit langer Zeit einen kleinen mobilen Heizkörper. Allerdings wurde dieser gegen Abend von einem tschechischen Pärchen in Beschlag genommen. Kein Wunder also, dass Kristin und ich kein Wort mit ihnen wechselten.

Am nächsten Morgen war der Neid aber wieder in Vergessenheit geraten, schließlich hatten wir einen der Höhepunkte des Jakobsweges vor uns: Der Grenzübergang nach Spanien. Kristin und ich durchquerten also voller Vorfreude die schöne Altstadt in Valenca und kletterten am Ende der Stadt auf die mit Moos bewachsene Grenzmauer. Erst als wir auf dieser standen, konnten wir zum ersten Mal Spanien sehen. Nun verließen wir also Portugal und wanderten auf neuen Wegen.

Die Reise auf dem Jakobsweg geht weiter – und Michaela Gebauer (25) und ihre Freundin Kristin Willecke (22) sind immer noch von stechenden Fußschmerzen geplagt. Trotzdem wollten sie es sich nicht nehmen lassen, per Pedes über die Grenze nach Spanien zu gehen. Im Zuge der Gesundheitswochen berichtet Michaela diesmal über eine Zugfahrt, Heizungs-Neid und die portugiesische Grenzstadt Valenca.

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