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Home Sonderthemen Arbeitsmarkt/Ausbildung Bunt, warm und geschützt
14:20 01.06.2020

Im Malerhandwerk ist Kreativität gefragt, denn die Maler und Lackierer informieren und beraten ihre Kunden in sämtlichen Fragen rund um die Fassaden-, Wand- und Raumgestaltung – egal, ob es um den neuen Farbanstrich, innovative Strukturen oder auch Putz und anderes geht. Doch bevor es für die Handwerker tatsächlich ans künstlerische Werk geht, nehmen sie die Räumlichkeiten genau unter die Lupe und messen die Flächen für die spätere Bearbeitung aus. Das A und O eines positiven Arbeitsergebnisses ist die fachgerechte Vorbehandlung der Wände. So müssen alte Anstriche und Tapeten entfernt und Untergrundschäden ausgeglichen werden, bevor Tapeziermaterialien wie Papier-, Kork-, Gras- oder auch Textil- und Metalltapeten sowie Anstriche verschiedener Zusammensetzungen aufgebracht werden. Zum Handwerkszeug der „kreativen Experten“ zählen Pinsel, Farbrolle, Spachtel, Kelle, Tapezierwerkzeug und auch Farbspritz- beziehungsweise -sprühgeräte für große Flächen und unterschiedliche Verarbeitungstechniken. Fenster, Türen oder Zäune streichen sie mit geeigneten Lasuren, Farben oder Lacken. Darüber hinaus bauen sie Dämmstoffe ein, bringen Wärmedämm-Verbundsysteme an, dichten Gebäude ab oder erstellen Beschriftungen und Schilder. Kurzum: Ein vielfältiges Arbeitsgebiet.

Heutige Azubis sind die Fachkräfte von morgen

Auch während der Corona-Pandemie geht es auf dem Ausbildungsmarkt weiter, jedoch mit geringerem Tempo: Die Zahl der im Bezirk der Agentur für Arbeit Helmstedt, zu dem auch Gifhorn und Wolfsburg gehören, gemeldeten Ausbildungsstellen sank mit Stand April im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent. Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt, erläutert: „Es ist nachvollziehbar, dass für viele Betriebe das Thema Ausbildung derzeit nicht an erster Stelle steht und auch die Perspektiven ungewiss sind. Wir hoffen dennoch, dass die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze noch steigen wird. Denn es wird auch eine Zeit nach Corona geben und da wird das Thema Fachkräftebedarf wieder einen großen Stellenwert einnehmen.“ Niedersächsischer Arbeitsmarkt: Seit 1. Oktober 2019 wurden der Agentur für Arbeit Helmstedt und Jobcentern 2462 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies entspricht einem Minus von 207 Stellen zum Vorjahr. Auf der anderen Seite haben sich 1770 Jugendliche als Bewerber bei der Berufsberatung registriert, 209 weniger als im April 2019. Durch die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren gibt es in diesem Jahr weniger Schülerinnen und Schüler, wodurch die Chancen auf eine Ausbildung steigen.

Die beliebtesten Ausbildungsstellen sind bei den Jugendlichen wie so häufig die Berufe Kaufmann/-frau Büromanagement und im Einzelhandel, genauso wie Verkäufer/in oder Kfz-Mechatroniker/in. Mit fast 3000 Stellen wurde der Ausbildungsberuf Kaufmann/- frau im Einzelhandel auch am häufigsten von den Unternehmen in Niedersachsen angeboten. Danach folgen der beziehungsweise die Verkäufer/in und die Fachkraft für Lagerlogistik.
      

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