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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Der Pflegesektor gilt als Jobmotor mit Zukunftsperspektive
07:03 27.04.2018
auremar/Fotolia.com

Pflegepersonal wird in Deutschland händeringend gesucht, denn die Menschen werden immer älter, können sich dann oft nicht mehr selbstständig versorgen und sind auf fremde und vor allem professionelle Hilfe und Unterstützung angewiesen – sowohl in den eigenen vier Wänden als auch in Seniorenheimen oder auch Betreuten Wohnanlagen und mehr. Nicht ohne Grund führen die Pflegeberufe – meist direkt hinter Feuerwehrmännern – das Ranking der vertrauenswürdigsten und aus Sicht der Bevölkerung wichtigsten Berufe in Deutschland an. Damit genießen Pflegekräfte ein hohes Ansehen. Und auch Experten sind sich längst einig, dass der Pflegesektor ein bedeutender Jobmotor ist und auch in Zukunft sein wird. Umso wichtiger, schon junge Menschen für den Beruf zu begeistern und ihnen die langfristige berufliche Entwicklungsperspektive aufzuzeigen, wie es bereits viele Unternehmen in der hiesigen Region tun und entsprechende Aus- und Weiterbildungen anbieten. sta


Diakonie Kästorf baut neues Pflegeheim für psychisch erkrankte Menschen

Für den großen Neubau werden zehn neue Mitarbeiter rund um die Pflege gesucht.
Für den großen Neubau werden zehn neue Mitarbeiter rund um die Pflege gesucht.

Am Alten- und Pflegeheim Brömmelkamp der Diakonie Kästorf wird in diesem Jahr ein großes Bauvorhaben gestartet: Ein Pflegeheim mit geräumigen Einzelzimmern und einem besonderen Konzept, bei dem die Strukturierung eines Tagesablaufs sowie ein gewisser Grad an Selbstversorgung im Mittelpunkt stehen. Heimleiter Harald Baruschke berichtet: „Wir wollen den Bewohnern und Bewohnerinnen mehr Raum und Verantwortung zuteil werden lassen. Wir werden sie anregen zu kochen und dafür auch selber Rezepte auszusuchen, ähnlich einem familiären Umfeld. Es geht darum, wieder einen individuellen Tagesablauf herzustellen und Aufgaben für die Gemeinschaft wahrzunehmen.“ Außerdem hebt Baruschke hervor, dass auch der Pflegeberuf an sich eine neue Dimension bekommt: „Die Pflege hier geschieht in einem besonderen Rahmen, in dem die Gestaltung des Arbeitsalltags sehr viel freier ist. Die Kolleginnen und Kollegen haben die Chance, sich mit ihren Ideen einzubringen sowie Dinge auszuprobieren.“ Insgesamt werden für den Neubau zehn neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.


Eine dankbare Aufgabe

Steffen Krüger arbeitet gerne bei der Lebenshilfe.
Steffen Krüger arbeitet gerne bei der Lebenshilfe.

Wer gerne in einem sozialen Beruf arbeitet und nach vielfältigen Betätigungsfeldern sucht, kommt an der Lebenshilfe in Gifhorn nicht vorbei. „Die Lebenshilfe ist ein attraktiver Arbeitgeber, weil es bei uns viele unterschiedliche Einsatzgebiete gibt. Da sind die Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter groß“, erklärt Steffen Krüger, Bereichsleiter Wohnen bei der Lebenshilfe. „Außerdem zahlen wir nach TVöD und bieten weitere Leistungen zur Altersvorsorge.“

Darüber hinaus liegt der Lebenshilfe nicht nur das Wohl der Menschen mit Behinderung am Herzen, sondern auch das der Mitarbeiter. „Wir bemühen uns, die Dienste flexibel zu gestalten, damit jeder Beruf und Privatleben möglichst gut miteinander vereinbaren kann“, sagt Krüger. Das Wichtigste, was für ein Engagement bei der Lebenshilfe spricht, seien jedoch die Menschen selbst, die dort leben. „Es ist eine dankbare Aufgabe, weil wir von den Betreuten, mit denen wir zusammenarbeiten, eine sehr direkte, unverstellte Rückmeldung bekommen. Auch deshalb komme ich jeden Tag gerne hierher“, freut Krüger sich.


Optimale Bedingungen für Pflegeprofis

Freut sich, dass sich auch junge Leute für den Pflegeberuf begeistern: Silke Buchholz mit Sohn Benjamin.
Freut sich, dass sich auch junge Leute für den Pflegeberuf begeistern: Silke Buchholz mit Sohn Benjamin.

Der Pflegedienst Meinersen ist erst drei Jahre alt und hat trotzdem schon Erfolgsgeschichte geschrieben. „Im Januar 2015 habe ich mit einer Handvoll Mitarbeiter angefangen – jetzt sind es dreimal so viele“, erzählt die Geschäftsführerin Silke Buchholz stolz. Der Grund dafür seien zufriedene Kunden, die ihr Unternehmen weiterempfehlen.

Gleichzeitig sei Pflege ein Beruf mit Zukunft, denn in einer immer älter werdenden Gesellschaft werden immer mehr Pflegekräfte gebraucht. Doch weil die Belastungen hoch sind, steigen viele aus. Silke Buchholz weiß das und sie kennt den harten Wettbewerb um gute Mitarbeiter. Sie unterstützt Pflegehilfskräfte bei der Weiterbildung zur Pflegefachkraft und bildet auch selber aus. Doch das allein reicht nicht aus. „Die Pflege ist ein toller Beruf, weil man viel zurückbekommt, aber auch ein anspruchsvoller. Deshalb finden meine Mitarbeiter optimale Arbeitsbedingungen vor: Dienstfahrzeuge, Altersvorsorge und verlässliche Dienstpläne, um Arbeit und Privatleben zu vereinbaren. Das Wichtigste ist jedoch, dass wir zusammenhalten und ein tolles Team sind!“ gw

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