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09:44 04.01.2019
Die drei Weisen aus dem Morgenland wählten Myrrhe als wertvolles Geschenk für das neugeborene Jesuskind. Fotos: © Rochelle St. Aubin/123RF, © Spp-o

Die Myrrhe gehört zu den ältesten natürlichen Heilmitteln der Menschheit, deren Einsatz sich besonders bei Darmerkrankungen bis heute ins moderne Zeitalter bewährt hat. Gerade jetzt in der (Vor-)Weihnachtszeit wird vielen Menschen auch die frühere Bedeutung der Myrrhe wieder bewusst.

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Schon die Weisen aus dem Morgenland beschenkten das neugeborene Jesuskind neben Gold und Weihrauch mit Myrrhe, einem der wertvollsten Güter der damaligen Zeit. „Die Pflanze war seinerzeit nicht nur Opfergabe für Götter und Könige und ein Zeichen der Heiligung, sondern auch eine begehrte Arzneipflanze“, erläutert Dr. Johannes G. Mayer, Medizinhistoriker, Universität Würzburg. Heute wird die Heilpflanze mit „biblischer Tradition“ bei unterschiedlichen Darmerkrankungen wie Durchfall, Reizdarm oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt.


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Die Pflanze ist auch für ihre wohltuende und heilsame Wirkung bekannt.
Die Pflanze ist auch für ihre wohltuende und heilsame Wirkung bekannt.


Entkrampfende Wirkung

„In den letzten Jahren haben zahlreiche Studien an deutschen Kliniken und Universitäten sowohl die entkrampfende als auch antientzündliche Wirkung der Myrrhe allein und in Kombination mit Kamille und Kaffeekohle bestätigt. Weitere Untersuchungen konnten zeigen, dass die Arzneipflanzen die Darmbarriere stärken und eine gesunde Darmflora unterstützen“, erläutert Dr. med. Rainer Stange, Studienleiter, Charité – Universitätsmedizin Berlin.


In einer von ihm geleiteten Beobachtungsstudie mit mehr als 1000 Patienten in 131 deutschen Arztpraxen stellte sich nach Einnahme eines pflanzlichen Kombinationsarzneimittels mit Myrrhe nach Arzt- und Patientenurteil eine deutliche Besserung der Durchfallsymptomatik und des Gesamtbeschwerdebilds bei Reizdarm, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und akuten Durchfällen ein.

Schon früh wurde Myrrhe bei Husten, Asthma und Entzündungen im Mund eingesetzt.                          Foto: © Amylv/123RF
Schon früh wurde Myrrhe bei Husten, Asthma und Entzündungen im Mund eingesetzt.                          Foto: © Amylv/123RF

Nach der Weihnachtsgeschichte bei Matthäus haben die Sterndeuter das neugeborene Kind in Bethlehem mit Gold, Weihrauch und Myrrhe beschenkt – Letztere waren damals genauso wertvoll wie Gold. Auch als Arzneipflanze wurde die Myrrhe schon früh verwendet. „Seit dem 5. Jahrhundert vor Christus wurde sie von den Griechen zur Wundbehandlung, bei chronischem Husten, Asthma und Entzündungen der Mundhöhle eingesetzt.


Arabische Ärzte legten dann um 1000 nach Christus den Schwerpunkt der Anwendungen auf den Magen-Darm-Bereich, was auch von europäischen Ärzten des Mittelalters übernommen wurde“, ergänzt Mayer. In den letzten Jahren wurden die aus der Erfahrungsmedizin schon lange bekannten Wirkungen der biblischen Arzneipflanze in verschiedenen Studien näher untersucht. (akz-o)

Zu Weihnachten, da träume ich
von einem schön geschmückten Baum.
Wenn ich aus dem Fenster blick,
mag ich meinen Augen kaum trau’n.

Eine helle Schneedecke,
in der dunklen Nacht,
die Sterne die glitzern,
welch’ himmlische Pracht.

Die Menschen,
die singen gemeinsame Lieder,
auf der Straße, ein Tanz,
alle haben sich wieder.
Das Glück ist vollkommen,
die Liebe entfacht,
die Wärme, die spüre ich,
in dieser wundervollen Nacht.

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