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Home Sonderthemen Feste/Veranstaltungen Im Interview: Guano-Apes-Gitarrist
04:38 26.06.2018
EINFAHRT INS WERK: DIE ERSTE WACHE SANDKAMP. © Photowerk Archiv/Walschek

Sie sind das musikalische Highlight beim Stadtgeburtstag in Wolfsburg: Am 29. Juni treten die Guano Apes auf dem Rathausplatz auf. Die Band aus Göttingen ist schon lange im Musikgeschäſt : 1994 gründeten Henning Rümenapp, Dennis Poschwatta und Stefan Ude die Gruppe, Sängerin Sandra Nasic stieß wenig später dazu. 1996 gewannen sie den Nachwuchswettbewerb „Local Heroes“ und investierten das Preisgeld ins erste Album „Proud Like a God“. 2017 feierte das Debüt-Album 20-jähriges Jubiläum, zur Feier touren die vier Musiker wieder. Gitarrist Henning Rümenapp sprach mit WAZ-Volontärin Frederike Müller über Bandgeschichte, Lernprozesse und Nazi-Tendenzen in der Musikszene.

IHR HABT EUCH VOR ÜBER 20 JAHREN GEGRÜNDET, ZWISCHENZEITLICH HABT IHR DIE BAND AUFGELÖST, 2009 GAB ES DAS COMEBACK. SEID IHR NOCH DIE ALTEN?

Ja. Natürlich haben wir aber auch dazugelernt, sind handwerklich weiter gekommen. Und gerade auf der Bühne ist zu spüren, wie sich die verschiedenen Epochen der Band vermischen.

UND DIE FANS, HABEN DIE SICH VERÄNDERT?

Die sind natürlich mit uns älter geworden. Wir sind sehr dankbar, dass sie uns die Treue gehalten haben, auch als wir nicht aktiv waren. Für viele gehört unsere Musik zu einer großartigen Zeit ihrer Jugend. Das war einer der Gründe, warum wir Lust hatten, wieder aufzutreten!

MACHT ES EUCH GENAUSO VIEL SPASS WIE FRÜHER?

Sogar mehr. Am Anfang, so mit 19, 20, haben wir uns verzettelt, haben zum Beispiel in den USA das erste Album promotet, während das zweite in Deutschland auf Nummer eins war. Aber inzwischen haben wir den Spaß wiederentdeckt und sind glücklich, auf so ein Erbe zurückschauen zu können.

WOHER KOMMT DER NAME „GUANO APES“?

Wir brauchten einfach einen Namen! Vor den ersten Konzerten kamen die Veranstalter auf uns zu und fragten: Was sollen wir denn jetzt aufs Plakat schreiben? Dennis wollte gerne etwas mit I, aber I klang mir zu spitz, deshalb hab ich gesagt: Lass uns doch was mit A, O und U nehmen, zum Beispiel „Guano Apes“. Am Ende haben wir gesagt: Ach komm, nehmen wir halt das – wir können es ja später noch ändern!

MAL REIN HYPOTHETISCH GEFRAGT: WÜRDET IHR ALS BAND BEI EINER VERANSTALTUNG AUFTRETEN, BEI DER AUCH UMSTRITTENE KÜNSTLER WIE FARID BANG UND KOLLEGAH ODER DIE BAND FREIWILD TEILNEHMEN?

Ich denke, es ist besser, aufzutreten und sich zu positionieren, als sich auszuschließen und Scheuklappen aufzusetzen. Genauso kann man auch drüber streiten, ob man jetzt in Russland oder der Ukraine auftritt. Aber letztlich würden wir mit einem Boykott den Leuten schaden, die mit uns zusammen einen tollen Abend haben wollen.

   

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