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Home Sonderthemen Feste/Veranstaltungen Primavera Hilfsnetzwerk qualifiziert Frauen für die Arbeitswelt
19:50 10.07.2018

Das PRIMAVERA Hilfsnetzwerk e. V. will in Wolfsburg einen Computerkurs für geflüchtete Frauen anbieten. „Als Vorbereitung für eine Arbeit oder Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen benötigen die Frauen Grundkenntnisse mit dem PC. Kenntnisse im Umgang mit dem Computer sind in Deutschland ja Grundlage für eine Berufstätigkeit“, sagt Mariam Yussef, Vorsitzende des Primavera Hilfsnetzwerks.

Das PRIMAVERA Hilfsnetzwerk e. V. setzt sich für Flüchtlinge und hilfsbedürftige Menschen mit Migrationshintergrund ein. Ein Schwerpunkt von Primavera sind Angebote für Frauen. Primavera will damit der besonderen Situation von Migrantinnen und weiblichen Flüchtlingen gerecht werden.

In Kleingruppen von maximal zehn Teilnehmerinnen wird den Frauen die Möglichkeit gegeben, die fehlenden Kenntnisse zu erwerben. Auch Frauen, die in ihrer Heimat studiert und einen anerkannten Abschluss erworben haben, fehlen Computerkenntnisse. „Alle Frauen sind hochmotiviert, nur das Angebot fehlt derzeit noch.“ Insgesamt hat Mariam Yussef für den Computerkurs einen Finanzbedarf von 1500 Euro berechnet.

Auch in anderen Bereichen bereitet das Primavera Hilfsnetzwerk Frauen auf die Berufstätigkeit vor. Das beginnt mit dem gemeinsamen Schreiben eines Lebenslaufes und endet noch nicht mit Sprach- und Computerkursen. Daneben gibt es beispielsweise Selbstverteidigungskurse. Auch einen Besuch im Bundestag und ein treffen mit der Polizei hat Mariam Yussef organisiert. Sie wollte den Frauen vermitteln, dass sie keine angst vor Polizisten haben müssen.


Günter Schütte kommt geradewegs vom Schwimmkurs zur Preisverleihung: „Mit dem Geld finanzieren wir Schwimmkurse für sozial Bedürftige, nicht nur für Flüchtlinge, sondern für alle interessierten. Wir wollen, dass die Schwimmkurse weiterhin möglichst günstig angeboten werden können“, sagt er. Seit zweieinhalb Jahren bietet die Flüchtlingshilfe Wolfsburg e. V. integrative Schwimmkurse an. In dieser Zeit haben mehr als 250 Menschen im Alter von sechs bis 62 Jahren ihre Angst vor dem Wasser verloren und Schwimmen gelernt.

Günter Schütte, ehemaliger Sportlehrer mit 40 Jahren Erfahrung, hat den Schwimmkurs ins Leben gerufen. Seine Idee war, das Schwimmen als Werkzeug zur besseren Integration zu nutzen. „Für mich ist schwimmen eine Kulturtechnik, die man beherrschen sollte, um am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilnehmen zu können. Kinder und Jugendliche können dann problemlos am Schwimmunterricht der Schule teilnehmen und auch ihre Freizeit mit anderen Kindern am und im Wasser gemeinsam verbringen“, sagt Schütte. Im speziellen Fall der Flüchtlingskinder und jugendlichen Flüchtlinge leistet der Schwimmunterricht zusätzlich einen Beitrag zur Bewältigung der teilweise traumatischen Fluchterfahrungen über das Meer.

Während seiner Zeit als Sportlehrer legte Schütte großen Wert darauf, dass seine Schüler am Ende des Schuljahres alle schwimmen konnten. Heute hat er Unterstützung durch ein engagiertes, ehrenamtliches Team, durch dessen Hilfe die Kurse erst möglich wurden. „Wir können in Kleingruppen arbeiten und schnelle Lernfortschritte erzielen“, sagt er. Gleichzeitig nimmt er sich viel Zeit dafür, seinen Schützlingen die Angst vor dem Wasser zu nehmen und ihr Selbstvertrauen zu stärken.


„Wir werden das Geld für die Weiter- und Ausbildung von Mediatoren verwenden“, sagt Burckhardt Hane vom Verein Seniorpartner in School (SIS). Derzeit sind Vertreter des Vereins an drei Wolfsburger Grundschulen aktiv. Die elf Frauen und Männer – alle der Altersgruppe 55+ angehörend – sind ausgebildete Streitschlichter und arbeiten ehrenamtlich als Mediatoren. An mehreren Vormittagen pro Woche haben sie ein offenes Ohr für die Anliegen der Schüler.

Die spezielle Technik des Zuhörens und wertfreien Spiegelns hilft den streitenden Schülern oft schon, selbst die Ursache ihres Konflikts zu finden, sagt Peter Kriete, der regelmäßig in der Grundschule Alt-Wolfsburg anzutreffen ist. Das Zuhören war ein Bestandteil der 80-stündigen Ausbildung, die alle Mediatoren absolviert haben.

„Der Sinn eines Gesprächs mit uns ist, dass es beiden streitenden Schülern gut geht. Wir sind nicht da, um eine Schuldfrage zu klären. Vielmehr helfen wir den Kindern, selbst Lösungen zu finden. Und ganz wichtig: bei uns gibt es keine Sanktionen“, betont Ellen Eggers, die an der Grundschule Schunter mit den Standorten Hattorf und Heiligendorf für die Schüler da ist.

In beinahe der Hälfte aller Gespräche geht es um Beziehungsprobleme und Meinungsverschiedenheiten. Den zweiten Platz belegen Rangeleien. Das geht aus Peter Krietes statistik hervor.

Die Wolfsburger Mediatoren-Gruppen würden sich über Verstärkung ebenso freuen wie über mehr Interesse seitens der Schulen. Interessierte melden sich bei Ellen Eggers (05366 5529) oder Burckhardt Hane (05363 1811).


„Wir wünschen uns eine neue Rutsche und einige Kleingeräte, damit die Kinder wieder spielen können“, sagt Ursula Esche von der Spielplatzinitiative Corveystraße in der Fallersleber Weststadt. „Vom alten Spielplatz sind lediglich eine kleine Schaukel und ein Basketballkorb übrig geblieben. Für kleine Kinder ist da nichts dabei“, sagt sie.

Seit längerer Zeit fristet der Spielplatz ein trauriges Dasein. Er verwahrloste, war über eine längere Zeit mit Baumbeschnitt belegt und deshalb für die Kinder überhaupt nicht mehr nutzbar. Die Anwohner machen sich deshalb Gedanken, ob der Spielplatz weiter besteht.

„Zumindest die Neuaufstellung des Kletterturmes mit Rutsche, der vor einigen Jahren abgebaut wurde, wäre Wünschenswert“, so Wilfried Esche, der die initiative gegründet hat. Bereits Mitte August 2016 hatten Eltern und Kinder diesen Wunsch bei einem Treffen mit Kommunalpolitikern auf dem Spielplatz geäußert. Vor dem Hintergrund des Generationenwechsels in der Weststadt und dem Bezug neuer Wohnungen an der Zillestraße misst Initiator Wilfried Esche dem Erhalt und der Verbesserung des Spielplatzes Bedeutung bei.

Nun übernehmen engagierte Bürger, deren Enkelkinder gern auf dem Spielplatz spielen würden, Patenschaften für den Erhalt des Spielplatzes Corveystraße/an der Schwefelquelle. Die Spielplatzpaten werden ein Auge auf Pflege, Sauberkeit und Instandhaltung haben. „Der soziale Anschluss, das Zusammensein und die Arbeit mit Gleichgesinnten und Nachbarn motivieren hier viele Menschen, sich zu engagieren“, so Wilfried Esche.

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