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Wolfsburg
18:07 14.06.2021
Haus und Garten können im Alter schnell zur Belastung werden. Foto: von Poll Immobilien GmbH

Die erste Nacht im eigenen Haus, der erste Kindergeburtstag im Garten, die ersten Sommerferien mit den Enkelkindern: Senioren verbinden unzählige emotionale Erinnerungen mit ihrem Eigenheim. Daher fällt es den meisten auch schwer loszulassen. Sie versuchen den altersbedingten Umzug solange es geht hinauszuzögern. Dabei kommen sie mit Haus und Garten und der viel zu steil gewordenen Treppe nicht mehr zurecht. Die Von-Poll-Immobilien-Experten empfehlen älteren Eigentümern, sich möglichst frühzeitig Gedanken zu machen, wo und wie sie im Alter leben möchten. Ein Umzug in eine kleinere, barrierefreie Wohnung kann den Alltag erheblich erleichtern und bewahrt Lebensqualität und Selbstständigkeit bis ins hohe Alter.

Der Entschluss zum Immobilienverkauf ist für viele Senioren oft kein einfacher Schritt. Sie fühlen sich in ihrem Zuhause wohl, sind mit der Umgebung vertraut. Auch langjährige Freunde sind in nächster Nähe und dadurch wollen sie am liebsten für immer dort wohnen bleiben. Aufgrund der vielen positiven Lebenserinnerungen können sich nur wenige einen Umzug vorstellen. Warten ältere Eigentümer jedoch zu lange mit der Verkaufsentscheidung, kann das zu einigen Herausforderungen führen. „Egal ob die Immobilie zu groß oder zu aufwendig geworden ist, oftmals liegen die Gründe, die für einen Verkauf sprechen, auf der Hand. Vor allem älteren Menschen fällt es natürlich sehr schwer, sich von ihrem vertrauten und mit unzähligen Erinnerungen verbundenem Zuhause zu trennen und damit auch die seit Jahrzehnten bestehenden engen Nachbarschaftsbeziehungen aufzugeben“, weiß auch Beata von Poll, Mitglied der Geschäftsleitung bei von Poll Immobilien.

Neuland

Und weiter: „Oft ist es hilfreich, wenn sich Eigentümer klarmachen, dass eine kleinere und weniger aufwendige Immobilie eine große Lebensqualität mit sich bringt: Die Freiheit und Flexibilität, das zu tun, was sie möchten und die gewonnene Zeit mit Familie und Freunden oder Hobbys und auf Reisen zu verbringen.

Viele ältere Immobilienbesitzer zieht es nach dem Hausverkauf auch wieder in die Nähe ihrer Kinder und deren Familie oder in die nächst größere Stadt mit guter Infrastruktur zu Ärzten und Supermärkten. Das bringt viele Vorteile mit sich: Durch das Einbinden in das Familienleben mit den Enkelkindern bleiben die Großeltern oft aktiver, durch kurze Wege zum alltäglichen Bedarf lange unabhängig und selbstständig.

Herausforderungen beim Verkauf

Aufgrund der starken emotionalen Bindung zu ihrer Immobilie, schätzen ältere Eigentümer den Angebotspreis ihres Objekts meist zu hoch ein. Ist der Preis jedoch zu hoch, kann das den Verkaufsprozess unnötig in die Länge ziehen.

Um den Verkaufsprozess so einfach wie möglich zu gestalten, lohnt es sich, einen Immobilienmakler mit dem Verkauf zu beauftragen. Dieser ist in der Lage, unter Berücksichtigung der aktuellen Marktsituation, einen angemessenen Verkaufspreis festzulegen. Der Makler verfügt über fachliche Kompetenz, übernimmt zusätzlich die Koordinierung sowie eine professionelle Verkaufsverhandlung mit den Kaufinteressenten und begleitet bis zum Notartermin. Die Unterstützung eines echten Experten erspart viel Kraft, Zeit und letztendlich auch Geld.

Doch wie geht es nach dem Verkauf weiter? Wer sich im Alter für den Immobilienverkauf entscheidet, steht vor der Entscheidung, welche Wohnform in den nächsten Jahren die richtige für ihn ist. Heutzutage sind die meisten Senioren viel agiler als noch die Generationen davor. Daher ist es schwierig, eine pauschale Antwort auf die Frage nach der passenden Unterkunft im Alter zu geben.

Die Immobilienexpertin erklärt: „Natürlich hängt das immer von der privaten, familiären, finanziellen und vor allem gesundheitlichen Situation ab. Und egal ob es um Kauf oder Miete geht, mein Rat an die Kunden ist, bei der Entscheidung darauf zu achten, dass sie künftig barrierefrei und verkehrsgünstig wohnen. So können sie lange unabhängig und eigenständig bleiben.“

Alternativen zum Hausverkauf

Neben einem regulären Immobilienverkauf gibt es auch andere Möglichkeiten, das Eigenheim im Alter zu monetisieren – durch Alternativen wie die Leibrente oder Umkehrhypothek. Wer in seiner Immobilie wohnen bleiben und trotzdem seine Rente finanziell aufstocken möchte, hat die Option, die Immobilie zu verrenten. Im Falle einer Leibrente, wird das Eigenheim an einen Leibrenten-Anbieter verkauft. Der Eigentümer darf jedoch bis zum Lebensende in der Immobilie wohnen bleiben. Das Wohnrecht wird dabei im Grundbuch eingetragen. Den Verkaufspreis erhält der Immobilienbesitzer in Form einer monatlichen Rentenzahlung – bei Bedarf ist auch eine Einmalzahlung möglich. Das macht jedoch nur Sinn, wenn das Haus altersgerecht und barrierefrei ausgestattet ist.

Eine weitere Variante, um den Verbleib in der Immobilie zu ermöglichen, ist die Umkehrhypothek. Dabei wird ein Kredit in Höhe des sogenannten Beleihungswertes gewährt, ein Verkauf findet nicht statt. Die Hypothek wird dem Eigentümer über den vereinbarten Zeitraum hinweg mittels wiederkehrenden Teilzahlungen ausbezahlt. Die Rückzahlung erfolgt nach der vollständigen Auszahlung der Eigentümer zieht aus und die Immobilie kann von der Bank verkauft werden.

Viele Senioren wollen den altersbedingten Umzug gerne solange wie möglich hinauszögern oder im besten Fall sogar gänzlich vermeiden. Die Immobilie verkaufen und trotzdem darin wohnen bleiben klingt zunächst für viele verlockend. Ob sich eine Immobilienverrentung oder eine Umkehrhypothek wirklich lohnt, hängt von der individuellen Situation des Eigentümers und der Immobilie ab. Generell sollten sich Senioren bei beiden Optionen von speziellen Experten oder direkten Anbietern beraten lassen, damit es nicht zu finanziellen Einbußen kommt.
  

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